Moleskine

06. Januar
2008

Am 31.12. ging es zum Ende… sie war voll, konnte nicht mehr aufnehmen. Wie hatte ich sie benutzt, wie hatte sie mir das Leben erleichtert und nun, nach sechs Tagen im neuen Jahr habe ich beschlossen, dass ich doch eine brauche.

So werde ich mich in der nächsten Woche auf die Suche nach einer neuen Moleskine machen.

19. Juni
2007

Ich verplane alles langsam, frage mich stündlich (wahrscheinlich untertrieben), welcher Tag heute ist, geschweige welches Datum…
Ich muss mal wieder die Moleskine fit machen und wieder ein bissl Durchblick haben. Ist einfach angenehmer.
Also, langsam müssen die GTD-Zellen ein wenig aufgefrischt werden, neue Ziele werden gebraucht, neue Zeiträume, Beschäftigung!

Kaum ist die Schule aus, beginnt man, rumzuschlusen, das kann es doch nicht sein!
Aus, fertig, vorbei!

26. Februar
2007

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich angefangen habe… aber ich kann sagen, dass es immer noch funktioniert und ich auch jetzt noch ein gutes Bauchgefühl habe, wenn die Inbox leer ist.
Ich denke, gerade jetzt wird es mir helfen.

14. September
2006

Schon wieder ein Monat vorbei, dieses mal aber ein wenig anders strukturiert. Naja, nach dieser Zeit voller GTD denke ich, dass ich ein erstes Fazit ablegen kann/darf: Geändert hat sich allgemein nicht viel, nur bin ich einfach ausgelassener.
Der Anfang war nicht leicht, die erste große Inbox-Leerung war ein Akt der Ewigkeit (so kam es mir jedenfalls vor), das Planen mühselig und der Überblick musste immer wieder neu gewonnen werden. Jedoch hat es sich gelohnt. Nach der ersten Woche hat sich alles eingependelt, eine gewisse Ruhe schlich sich ein, die alltäglichen Aufgaben wurden (so das Gefühl) immer weniger. So ging es dann auch weiter und nun ist es soweit, dass sich ein Gefühl der vollkommenen Gewissheit ausgebreitet hat, eine Gewissheit darüber, ob man an alles gedacht hat, und ob man alles schafft. Es ist interessant, aber ich schaffe viel mehr als vorher und das in noch kürzerer Zeit. So habe ich jetzt manchmal das Problem, dass ich nicht einmal weiß, was ich noch machen kann. (so fängt man z.B. an, das Aussehen der Website zu bemängeln…)
Im Endeffekt kann ich jetzt mit Gewissheit ;) sagen, dass sich das Projekt GTD lohnt, einfach Spaß macht und hilft.

24. August
2006

Nun habe ich es mir besorgt und auch gelesen.
Ich kann nur empfehlen, es sich zu kaufen, denn abgesehen von der enormen Motivation, die sich beim Lesen mehr und mehr aufbaut, bietet dieses Buch ein wirklich wasserdichtes System, das man perfekt an sich anpassen kann. Es ist sehr leicht zu verstehen, einfach und klar strukturiert.
Herausgekommen ist eine jetzt schon vorhandene Sicherheit, bei der man sich einfach gut fühlt und plötzlich alles wie von selbst funktioniert.
Aufgefallen ist mir nur, dass ich das Gefühl habe, weniger zu tun aber besser auf alles vorbereitet zu sein und nichts zu vergessen.
David Allen hat es einfach begriffen und niedergeschrieben – danke.

21. August
2006

Mit dem Anfang der Schule, geht es ja jetzt richtig los und das “Paket” wird auf die Probe gestellt.
Jenes besteht bei mit zur Zeit aus OmniOutliner, Notizzettel (digital und echt), iCal und Moleskine.

4wochen

So habe ich mir mit iCal die nächsten 4 Wochen in der Wochenansicht ausgedruckt und an eine Pinnwand gepinnt. Dort kann ich immer die wichtigsten Termine und Projekte eintragen und habe die Zeitspannen immer im Blick.
Synchron führe ich einen Hauptkalender in iCal, in den ich alles eintrage, wie Termine, ToDo’s, Projekte, kleine Erinnerungen etc.
Die Übersicht über alle ToDo’s und Projekte behalte ich mit OmniOutliner, mit dem ich eine Hauptdatei angelegt habe, in der alles enthalten ist. Von dieser Hauptdatei ziehe ich mir dann die laufenden Projekte heraus, gliedere sie in bearbeitungsfähige Abschnitte, die ich nacheinander abhake, und drucke sie für eine immer mahnende Anwesenheit aus.
Mit dem Programm “Notizzettel” stelle ich mit immer die Ziele für den nächsten Tag zusammen und schreibe dort (auf einen extra auffälligen Zettel) die wichtigsten Dinge auf; natürlich ist dieses Programm nie aus und mit dem Autostart verknüpft.
In meine Moleskine trage ich dann mit verschiedenen Farben (je nach Angelegenheit) die Termine und Aufgaben mit der Anfangszeit ein und übertrage die wichtigsten Dinge auf eine Karteikarte ganz vorne auf die Moleskine.
Ich denke, so kann es funktionieren.
Für Anregungen, Ideen und Kritik bin ich natürlich offen – ist ja auch alles noch in der Testphase.

15. August
2006

Am Anfang steht man vor einem riesen Projekt und fragt sich, wie man das alles gleichzeitig auf die Reihe bekommen soll, aber das ist perfekt, um das System kennen zu lernen. Es ist ein Projekt, das nach und nach reift und geplant werden muss, somit die erste Herausforderung.
Ich selbst hätte vor zwei Monaten noch nicht einmal geglaubt, was ich hier schreibe, denn ich war immer der Verfechter der digitalen Verwaltung – vollständig.

m3


Nun aber vertrete ich die Meinung, dass es nicht nur ganz gut ist, auch ein Notizbuch zu besitzen und Ideen oder Einfälle auf Karteikarten zu schreiben, ich denke, dass es sogar wichtig ist. Das heißt nicht, dass ich mich jetzt von den digitalen Medien verabschiede, im Gegenteil: ich nutze sie noch viel mehr. Zuvor hatte ich keinen Grund, OmniOutliner zu benutzen…wusste nicht einmal, wofür das Programm zu gebrauchen ist. Jetzt mache ich mir damit Tagespläne und wichtige Listen, aus meinen gesammelten Notizen. Die Moleskine hilft dabei auch ungemein.
Dazu reiße ich manche in meinem Umfeld mit, wie meine Freundin und meinen Bruder, mit dem ich mich demnächst einmal hinsetze und ihm alles genau erkläre.
Schwer ist es nur, es für sich passend zu gestalten und richtig zu planen. Zeit, die am Ende zu viel bleibt, ist verschenkte Zeit und wenn man zu viel einplant, nicht vorhandene Zeit.
Anbei ist die Erfahrung sehr lustig, wenn ein sehr von der Spontanität beherrschter Mensch wie ich plötzlich auch die geplanten Vorhaben wirklich erledigt, zum gesetzten Zeitpunkt und am Ende des Tages vor Zufriedenheit strahlt, glücklich über das Geschaffte und glücklich zu wissen, was man morgen anstellt und übermorgen und überübermorgen…
So sieht jetzt auch mein Lern- und Arbeitsplatz zu Hause sehr verändert aus, eine ungewohnte Ordnung und Disziplin schleicht sich ein.

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