DLR
Nun beginnt wieder eine Phase in Braunschweig, diesmal aber stressreicher als jede voherige. Wie immer bin ich natürlich hochmotiviert und sehe der Zeit optimistisch entgegen. Nur unter Stress kann man hohe Produktivität erreichen. Diese Woche wird wahrscheinlich rein der Einarbeitung dienen, bin gespannt, womit ich mich die nächsten Monate beschäftigen soll.
So long.
In gut zwei Stunden geht es auf nach Göttingen – mal wieder. Eigentlicher Sinn dieser Fahrt ist, dass wir Studenten morgen unsere Vortragsreihe nochmal vor den Chefs und verschiedenen Fachleuten halten sollen, damit wir gut vorbereitet sind für die Prüfung in Mannheim (ende September).
Dies wird jedes Jahr gemacht und in dieser Zeit sind alle Studenten, die ja während der Praxisphasen immer auf vier Städte verteilt sind, in Göttingen und gleichzeitig ist der neue Jahrgang auch schon seit drei Tagen in Göttingen. Dieser wird begrüßt, und zwar mit einer kleinen Grillparty, die immer der mittlere Jahrgang organisiert, also der unter mir. So gibt es heut Abend Freibier! Dabei werden natürlich wieder die peinlichen Begrüßungsfotos gemacht, wie auch schon hier aus dem letzten Jahr:
Begrüßung der Ersties 2008
Zwei Jahre bin ich nun schon im DLR, mit den neuen Studis wird einem das immer bewusst. Im nächsten Jahr ist alles schon vorbei… bin gespannt, wie das alles wird. Irgendwie ist es aber auch noch wie gestern, als wir die Ersties waren…

Berliner U-Bahn. (zum Vergrößern klicken)
Dachte ich vorgestern noch, dass ich diese Woche ein wenig lässiger angehen kann, sieht das heute ganz anders aus. Bis Freitag muss der Bericht für das zweite Praxismodul fertig und in der Post sein. Der Umfang ist nich allzu groß, zwischen 30 und 40 Seiten sollen es werden.
Nur war ich heute ca. eine Stunde mit meiner abschließenden Zusammenfassung fertig, kam mein Chef ins Büro, um mit mir die Vorab-Version des Berichtes zu besprechen, die ich ihm am Montag zugeschickt hatte. Der Bericht ist zwar nicht schlecht, aber an einigen Stellen – ach – an den meisten Stellen geht es besser, und zwar viel besser.
Man kann diese Unterhaltung aus zwei Perspektiven sehen: Zum einen hat er förmlich jeden Satz zerrissen, da zu oft zu ungenau erläutert wird, zum anderen aber habe ich das erste mal – endlich – fachliche Kritik und vor allem Verbesserungsvorschläge bekommen. Ich verstehe es selbst nicht, da wird meine kleine Arbeit auseinander genommen und danach bin ich total glücklich und platze fast vor Motivation, obwohl gleichzeitig die Hoffnung auf den freien Freitag verflogen ist.
So weiß ich schon heute, dass diese Woche wieder verfliegen wird. Genial!

Berlin – Hahneberg (zum Vergrößern klicken)
Wer träumt nicht davon, einmal de Himmel zu erkunden, frei zu sein, alles Überblicken zu können, ein extremes Gefühl von Freiheit bei gleichzeitigem Adrenalinrausch? Trotzdem ist dies immer eine Sache, die eher ein schöner Traum bleibt… dies hat sich bei mir in den letzten beiden Tagen geändert.
Jeden Tag sehe ich Flugzeuge vom Flughafen nebenan starten und arbeite ja auch im DLR, trotzdem war Fliegen eine Sache, an die ich gar nicht gedacht habe.
Jetzt hat sich wahrscheinlich eine Möglichkeit ergeben, dass ich im August in einem Segelflugzeug mitfliegen kann, was einfach nur genial wäre. Mein Bürokollege ist Segelflieger und der würde mich einfach mitnehmen können.
Allein die Vorstellung… in einem extrem leisen Flugzeug, nur der Wind ist zu hören, eine Glashaube um mich herum, ich mit meiner Kamera.
Schon jetzt freue ich mich auf August, bin so gespannt, ob daraus was wird, ein wenig Glück mit dem Wetter muss ich auch haben… also Daumen drücken!

Braunschweig am Abend. (zum Vergrößern klicken)
Dann ist endlich Urlaub. Freue mich schon riesig drauf und kann es kaum erwarten. Jede Stunde auf Arbeit wird ewig lang, wenn man sich nichts zu tun nimmt, ein Teufelskreis.
Jetzt sind die Arbeitspakete geklärt, ich weiß jetzt ziemlich genau, was ich die nächste Woche und auch die Zeit nach meinem Urlaub machen werde. Nebenbei bin ich immer am zählen (jetzt sind es noch ca. 5,5 Arbeitstage) und planen, was in Berlin noch ansteht oder was ich in den Urlaub mitnehmen muss.
Vorfreude, Vorfreude!!!

Neues Buuuuch.
So, der Urlaub ist jetzt fest, es stehen nur noch 11 reine Arbeitstage an und ich freue mich extrem auf die freie Zeit und auf den schon gebuchten Urlaub außerhalb Deutschlands! (dazu an anderer Stelle demnächst mehr)
Jetzt also die letzten zwei Wochen nochmal richtig ranklotzen und so viel wie möglich schaffen. Hab auch wieder neben meinen X Ausdrücken ein neues Buch dazubekommen, perfekt, wenn der Input stimmt. Laune ist gerade auf einem Hoch, kann eigentlich nur besser werden, genial wäre jetzt noch Regen draußen.
Hier ist es gerade wirklich extrem mit den Temperaturen, jeden Tag über 30° und keine “Besserung” in Sicht. Dazu wohne ich ja im Dachgeschoss, also eine Millionen Grad in meinem Zimmer, wenn ich nach Hause komme, es ist da so warm, dass nichtmal die Luft da bleiben will…
So, nun ist es aber einfach zu warm, um noch irgendwas machen, Feierabendbier steht an!

Mannheimer Schleuse. (zum Album, Mannheim bei Nacht)
Das Wochenende war unerwartet unproduktiv, was einfach an meinem kränklichen Zustand lag, über den ich mich sowieso die ganze Zeit aufgeregt habe. Jedenfalls konnte ich das Arbeitsmaterial, das ich mir am Freitag mitgenommen habe, genauso und unberührt zur Arbeit heute wieder mitnehmen. Trotzdem bin ich nun relativ auf dem neuesten Stand, wenn es um das Fernsehprogramm geht und ich war überrascht, es ist größtenteils schrecklich… so schlimm ist das Leben ohne Fernseher gar nicht.
Angefangen hat der heutige Tag natürlich mit der wöchentlichen Montagsdepression, unterstützt durch meine noch anhaltende Unauskuriertheit, also einen Tee gemacht und begleitet von Rückenschmerzen fast vor dem Computer eingeschlafen. Das ist aber kein Zustand, also schnell zugedröhnt, den Zeitplan klar gemacht und plötzlich war auch die Motivation wieder voll da, fühle mich gerade wie an einem Mittwoch, habe jetzt zum Mittag schon betrachtlich viel erarbeitet und freue mich auf den Rest!
Die Kantine hier ist jetzt für zwei Wochen gesperrt, also erstmal immer Pausenbrote machen. Nur irgendwie ist das gar nicht das Unangenehme, es fehlt eher die halbe Stunde, in der man kurz Abstand von der Arbeit nehmen konnte und mit andern quatschen konnte. Nun futtert man schnell sein Brot und weiß, dass es gleich weiter geht.

